Sunday, June 29, 2008

Urgrosi und eigener Pool


Diese Woche gingen wir zu Urgrosi. Sie ist nicht eigendlich mein Urgrosi. Leider habe ich aber kein eigenes und habe sie kurzerhand ein bisschen als "mein Urgrosi" auserkoren. Sie ist eine ganz nette und positiv eingestellte Person. Meine Mamme bewundert sie sehr deswegen. Sie meint, Urgrosi sieht in jeder Situation und Person das Gute. 
Ich glaube sie mag mich auch ein wenig und hat sich über unseren Besuch gefreut!


Mein Groseli hat extra einen Privatpool für mich ergattert. Das war ein Spass unter freiem Himmel im warmen Wasser zu baden! Ist doch viel schöner als das immer noch eisige Thunerseewasser. Es hat mich erstaunt, dass niemand mit mir den Pool teilen wollte- wo es doch so schön warm war. 

Da habe ich halt mir Robbie etwas geschmüselet.


Oups.... mein ganzes Gesicht ist ins Wasser geraten... Gut, dass Groseli auf mich aufpasst.

Tuesday, June 24, 2008

Pedalo, Früchte, Katze




Langsam aber sicher gefällt mir dieser Sommer doch nocht. 
Vor ein paar Tagen nahmen mich Onkel und Tante mit aufs Pedalo. Sie haben sich schon lange beklagt, dass sie nie auf dem Blog vorkommen. So haben sie wohl gedacht, dass sie was ganz spezielles mit mir machen sollten, damit sie es diesesmal sicher auf den Blog schaffen. Meine Mamma haben wir auch mitgenommen. Die kann sich fast nicht mehr erholen und wiederholt immer denselben Satz: wie schön die Heimat doch ist!




Erst gestern hat mich Mamma alleine Früchte essen lassen. Und ich bin schon ganz gut im teilen. Denn ich habe viele Früchtestückchen fallen lassen, damit auch die Ameisen und Bienen was davon haben. Ist das nicht nett von mir?!






Und heute waren wir auf dem Bauernhof. Meine Mamma meint, dass sei gut, dass ich Stadtkind was vom Land lerne. Nun weiss ich, wo die Milch herkommt und dass Schafe nicht gerne Klee essen. Auf jedenfall wollten sie den unsrigen nicht, den wir ihnen anboten. Das Beste am Bauernhof aber war die Katze Mercedes. Sie und ich wären sicher dicke Freunde geworden, wären wir etwas länger geblieben. So blieb es halt beim gegenseitigen Beschnuppern.



Friday, June 20, 2008

Ferien beim Groseli am See

Gras ausreissen gefällt mir immer noch- nur schade, dass es mir meistens nicht reicht in den Mund zu schieben weil immer jemand mit Sperberaugen auf mich achtet

Manchmal werde ich in den "Käfig" gesperrt. Wider erwarten gefällts mir aber sehr gut! So schützt man mich vor Treppenstürzen und einem Bad im See. Da soll's sehr kalt sein, nur gerade 13Grad Celsius. Brrrr das die denken ich würde freiwillig da rein?!

Abendessen am See

Endlich nach einer, mir eeeewig vorkommenden, Regenphase hat die Sonne den Kampf gegen das Nass gewonnen und scheint fröhlich. Es macht Spass den grössten Teil des Tages draussen zu verbringen.

Saturday, June 14, 2008

Bei den Grosseltern

Mit Paly auf Entdeckungsreise

Ama's Kochkünste schmecken nicht nur meiner Mamma-hier esse ich genüsslich das erste Mal Spargeln und kann gar nicht genug davon kriegen.


Endlich aus dem Spital geniesse ich die Zeit bei Paly und Ama. Sie umsorgen uns von allen Seiten. Leider hat Ama in ihrer weisen Voraussicht alle Gestelle ausgeräumt. Aber ich hab dafür was anderes entdeckt und versuche immer und immer wieder zu den Pflanzen zu gelangen. Doch es scheinen zu viele Augen auf mich gerichtet zu sein und sie erwischen mich immer und heben mich kurz vor dem Ziel auf- schade, doch aufgeben tue ich nicht...
Es ist richtig spannend. Es hat viel Platz und ich kann mich nach dem kleinen Spitalzimmer richtig gut austoben.

Monday, June 9, 2008

Austritt

Endlich endlich sieht's danach aus, als ob ich auch noch was anderes sehen würde von dieser schönen Stadt als nur den Spital von innen. Irgendwie scheinen mir die Ferien in der Heimat nicht so ganz zu bekommen. Ich habe mir da im Spital irgendetwas aufgelesen, dass sich entschieden hat meine Körper so schnell als möglich wieder zu verlassen. Oben und unten kam alles in hohem Bogen raus. Meine Mamma habe ich ein paar mal geduscht mit meinem Erbrochenen (Einzelheiten erspar ich euch) aber auch das war noch nicht genug. Nachdem ich mich etwas erholt hatte, rannte meine Mamma dauernd zum WC und zurück. Sie hat ganz übel ausgesehen. Sobald sie dann wieder im Zimmer war, habe ich meinen Kopf auf sie gelegt.
Wie gut konnte ich mitfühlen, ging es mir doch erst zwei Tage zuvor so. Diese Durchfall/Erbrechen Geschichte hat dazu geführt, dass sie uns in Isolation gesteckt hatten. Von da an, durften wir unser kleines Kämmerlein nicht mehr verlassen.  So nach 10 Tagen haben meine Mamma und ich das  Gefühl, dass wir jeden Centimeter dieses Zimmers kennen und freuen uns morgen in die Freiheit entlassen zu werden. 

Friday, June 6, 2008

Stehauffrauchen

Hallo ihr lieben Leut
Es gibt nicht viel neues zu berichten. Wir sind immer noch im Spital. Einen Tag nach der Operation hatte ich hohes Fieber. Zusammen mit den Schmerzmitteln haben die mich völlig beduselt gemacht. Ich hab nur noch Löcher in die Luft gestarrt und nichts mehr wahrgenomen. Ich war so weg, dass mich halten konnte, wer wollte ich habs nicht bemerkt und mich nicht gewehrt. Das hat meinem Groseli und Gotti sehr gut gefallen und sie haben mich immerzu gehalten.
Ganz zur Freude aller, habe ich dann über Nacht meine Energien wieder gesammelt und war voller Tatendrang. Da gibt es ja auch allerhand zu entdecken. An den Schläuchen kann man ziehen, an den Köpfen all dieser Maschinen drücken. Die lassen manchmal kurlige Laute von sich.
Meine Wunde ist aber seehr tief. Die müssen da mit einer Kanüle rein, ganz tief und spülen. Das tut mir sooo weh und ich muss während dem ganzen Verbandswechsel schreien. Mein Prof meint, dass er uns noch bis Montag hierbehalten will. Dann schaut er sich die Wunde nochmals an und entscheidet ob er meine Anwesenheit hier noch braucht oder nicht.


Hin und weg war ich- Groseli hat's genossen


Steh-auf-Frauchen. Am Tag nach dem grossen Down war ich wieder Up


Nachts mache ich ein bisschen Ärger. Nur ein bisschen, aber dafür ganz oft. So lange, bis  mich Mamma manchmal zu sich ins Bett nimmt. Da lässt sich's vieeeeel besser schlafen


Ich bin auf dem Weg zur Besserung- der Appetit ist zurückgekehrt. Der Esssessel sieht aus wie ein Thron. Nur knapp sehe ich über die Tischkante



Tuesday, June 3, 2008

Spital

Vom Arztbesuch aus Übersee bin ich mit Mamma nach Hause geflogen. Wir sind dann mehr oder weniger direkt zum Notfall gefahren, wo sie uns ins Spital aufgenommen haben. Denn seid der Fliegerei wurde mir immer wieder fiebrig heiss und Mamma hat sich ganz schön Sorgen um mich gemacht! Sie hat das Gefühl gehabt, der Flieger fliege mindestens sieben mal um die Welt und wolle nicht mehr landen.
Hier im Spital kümmern sich alle möglichen Leute um mich. Am Anfang sind sie ganz nett, aber dann werden sie aufdringlich. Sie drücken mir am Hals herum, stechen mich mit Nadeln und hängen mich an Schläuche. Ich weiss gar nicht, warum man das zulässt! Am sichersten fühle ich mich in Mamma's Armen und lasse ausser sie auch nicht mehr gerne jemanden anderen an mich ran- man lernt halt aus Erfahrungen. 
Heute wurde es noch schlimmer. Die ganze Flüssigkeit, die sie in mich hineinpumpen scheint nicht ausreichend zu sein. So wurde mir heute ein Medikament verabreicht, dass mich in eine lustige Laune versetzte. Plötzlich bin ich dann aufgewacht mit einem grossen Verband an meinem Hals. Das tut vielleicht weh! Da hab ich mich sogar auch in Mammas Armen gewindet und gedreht. Nun hängen nochmals zwei Maschinen an mir. Die eine macht mich benommen und die andere warnt Mamma, falls ich zu müde zum selber atmen werden. Ich bin so nudelfertig, dass ich sogar auf dem Rücken schlafe, was ich nie und nimmer tun würde, wenn ich alle meine  Sinne zusammen hätte.
Nebst diesen Unannehmlichkeiten ist es eigendlich ganz schön wieder zu Hause. Wir kriegen viel Besuch und Ama bekocht Mamma mit den verschiedensten Leckereien.Paly und Ama sind zwei meiner häufigsten Besucher. Sie kommen sogar mehr als einmal pro Tag um nach dem rechten zu sehen. Mir werden hier Gourmet Breie gebracht, die ich auch ganz lecker finde.
Mein Pappa kümmert sich aus der Ferne so gut er kann. Er schaut, dass man mich richtig behandelt und mobilisiert viele seiner Freunde um mich anzugucken. Ich vermute, er wäre auch lieber hier bei uns anstatt zu arbeiten. Manchmal ruft Mamma ihn mitten in der Nacht an um seine weisen Ratschläge einzuholen.
Nun hoffe ich, dass all die Plagerei was nützt und die Maschinen und Schläuche bald nicht mehr nötig sind. Der Herr Professor, der sich meiner Beule angenommen hat, meint wir müssen uns schon noch einige Tage gedulden. 
Auf dem Rücken schlafend... da müssen sie mir arg zugesetzt haben. Denn das mache ich sonst nie...


Fieber haben ist nicht schön...


Mein Arm wird festgehalten und es wird dran rumgezupft. Der liebe Bär versucht mich davon abzulenken.

Der Grund des Übels: dicke fette entzündete Beule an meiner linken Halsseite


Nach der OP im Überwachungssaal noch friedlich schlummernd


Ich winde und drehe mich vor schmerzen und habe nicht einmal mehr Tränen um zu weinen. Hier wird mir gerade Schmerzmittel gespritzt.

Das Schmerzmittel hat endlich was genützt.