Vom Arztbesuch aus Übersee bin ich mit Mamma nach Hause geflogen. Wir sind dann mehr oder weniger direkt zum Notfall gefahren, wo sie uns ins Spital aufgenommen haben. Denn seid der Fliegerei wurde mir immer wieder fiebrig heiss und Mamma hat sich ganz schön Sorgen um mich gemacht! Sie hat das Gefühl gehabt, der Flieger fliege mindestens sieben mal um die Welt und wolle nicht mehr landen.
Hier im Spital kümmern sich alle möglichen Leute um mich. Am Anfang sind sie ganz nett, aber dann werden sie aufdringlich. Sie drücken mir am Hals herum, stechen mich mit Nadeln und hängen mich an Schläuche. Ich weiss gar nicht, warum man das zulässt! Am sichersten fühle ich mich in Mamma's Armen und lasse ausser sie auch nicht mehr gerne jemanden anderen an mich ran- man lernt halt aus Erfahrungen.
Heute wurde es noch schlimmer. Die ganze Flüssigkeit, die sie in mich hineinpumpen scheint nicht ausreichend zu sein. So wurde mir heute ein Medikament verabreicht, dass mich in eine lustige Laune versetzte. Plötzlich bin ich dann aufgewacht mit einem grossen Verband an meinem Hals. Das tut vielleicht weh! Da hab ich mich sogar auch in Mammas Armen gewindet und gedreht. Nun hängen nochmals zwei Maschinen an mir. Die eine macht mich benommen und die andere warnt Mamma, falls ich zu müde zum selber atmen werden. Ich bin so nudelfertig, dass ich sogar auf dem Rücken schlafe, was ich nie und nimmer tun würde, wenn ich alle meine Sinne zusammen hätte.
Nebst diesen Unannehmlichkeiten ist es eigendlich ganz schön wieder zu Hause. Wir kriegen viel Besuch und Ama bekocht Mamma mit den verschiedensten Leckereien.Paly und Ama sind zwei meiner häufigsten Besucher. Sie kommen sogar mehr als einmal pro Tag um nach dem rechten zu sehen. Mir werden hier Gourmet Breie gebracht, die ich auch ganz lecker finde.
Mein Pappa kümmert sich aus der Ferne so gut er kann. Er schaut, dass man mich richtig behandelt und mobilisiert viele seiner Freunde um mich anzugucken. Ich vermute, er wäre auch lieber hier bei uns anstatt zu arbeiten. Manchmal ruft Mamma ihn mitten in der Nacht an um seine weisen Ratschläge einzuholen.
Nun hoffe ich, dass all die Plagerei was nützt und die Maschinen und Schläuche bald nicht mehr nötig sind. Der Herr Professor, der sich meiner Beule angenommen hat, meint wir müssen uns schon noch einige Tage gedulden.

Auf dem Rücken schlafend... da müssen sie mir arg zugesetzt haben. Denn das mache ich sonst nie...

Fieber haben ist nicht schön...

Mein Arm wird festgehalten und es wird dran rumgezupft. Der liebe Bär versucht mich davon abzulenken.

Der Grund des Übels: dicke fette entzündete Beule an meiner linken Halsseite


Nach der OP im Überwachungssaal noch friedlich schlummernd

Ich winde und drehe mich vor schmerzen und habe nicht einmal mehr Tränen um zu weinen. Hier wird mir gerade Schmerzmittel gespritzt.
Das Schmerzmittel hat endlich was genützt.